Mindset  -  01. Sep 2025  -  6min

Motivation vs. Disziplin 

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Daniel Lindner

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Wenn man sich mit dem Thema Mindset, Erfolg und Persönlichkeitsentwicklung befasst, hört man immer wieder das Wort "Motivation" - Jeder spricht davon, doch keiner weiß wirklich, was Motivation eigentlich ist!

 

Die meisten sagen, man braucht Motivation um erfolgreich zu werden, doch das stimmt so nicht. Es ist wichtig, zwischen den 2 Arten von Motivationen zu unterscheiden, denn eine davon ist positiv, die andere schadet dir eher.

 

Jeder kennt das Gefühl: Man schaut ein motivierendes Video, hört einen motivierenden Podcast oder besucht ein Seminar/Webinar. Danach fühlt man sich extrem motiviert - man macht sich einen detaillierten Plan, um sein Leben zu verbessern, räumt seine Wohnung auf, fängt an das zu tun, was man schon lange machen wollte, ...

 

Doch am nächsten Tag wacht man auf - und alles ist weg. Die gesamte Motivation, der Elan, die Energie. Alles weg. Das ist die negative Art von Motivation - es ist wie ein kurzer Dopamin-Kick mit anschließendem Absturz.

 

Auf der anderen Seite gibt es die positive Motivation. Das ist dein innerer Antrieb, dein "Warum". Das kann eine klare Vision oder Vorstellung der Zukunft sein, kann aber auch unterbewusst in dir drin sein, ohne dass du etwas davon merkst.

 

Diese Motivation ist langlebig. Sie verändert sich nicht von heute auf morgen oder verschwindet auf einmal.

 

Deine tiefliegende Motivation identifizieren

Wenn du noch nicht weißt, was deine Motivation bzw. dein Antrieb ist, solltest du das schnell herausfinden, denn wenn deine Motivation nicht zu deinem aktuellen Leben passt, wirst du sehr wahrscheinlich unzufrieden und unglücklich.

 

So findest du heraus, was deine tiefliegende Motivation ist:

 

1. Wertesystem identifizieren:
Du musst herausfinden, was deine wichtigsten Werte sind. Bei jedem Coaching oder Seminar ist das einer der ersten Schritte, um eine Grundlage für die weitere Arbeit zu schaffen.

So identifizierst du deine wichtigsten Werte:

Kaufe dir Wertekarten und sortiere diese auf drei verschiedene Stapel:

1. Ist mir wichtig

2. Ist mir ein bisschen wichtig

3. Ist mir egal

 

Lege Stapel 3 beiseite und sortiere die übrigen Stapel noch einmal in "wichtig" und "egal".



Lege den Stapel "egal" beiseite und sortiere jetzt den übrigen Stapel, bis nur noch 10 Wertekarten übrig sind. (Tipp: Wenn dir das schwer fällt, wäge so ab: "Würde ich lieber Wert 1 haben, dafür nie Wert 2 - oder lieber Wert 2, dafür nie Wert 1?"
-> Bsp.: "Hätte ich lieber Kinder, dafür nie viel Geld - oder lieber viel Geld, dafür nie Kinder?")

Wenn du deine 10 wichtigsten Werte identifiziert hast, sortiere sie nach Priorität. Auch hier kannst du wieder das oben genannte Vergleichs-Prinzip anwenden, um deinen wichtigsten Wert herauszufinden.

Bei mir sah das am Ende so aus:

1. Freiheit
2. Familie
3. Erfolg
4. Wachstum
5. Disziplin
6. Loyalität
7. Gesundheit
8. Authentizität
9. Respekt
10. Zuverlässigkeit

Deine Ziele an deine Motivation anpassen

Da du jetzt weißt, was dich antreibt, solltest du deine Ziele entsprechend (neu) ausrichten. Bei vielen geschieht das bereits unterbewusst, aber wenn deine Ziele nicht zu deiner Motivation passen, musst du diese ändern.

 

Denn nichts ist schlimmer, als Ziele zu verfolgen, die dir selbst nichts bedeuten. Viele Menschen verfolgen die Ziele ihrer Eltern, Familie, Freunde oder der Gesellschaft, anstatt ihre eigenen Ziele und Träume zu fokussieren.

Was ist Disziplin?

Kurz gesagt: Disziplin bedeutet, Dinge zu tun, obwohl du keine Lust dazu hast, um auf ein größeres Ziel hinzuarbeiten - das ist zumindest meine Definition.

 

Die meisten Menschen haben keine gute Disziplin, weil sie:

 

  1. Ihre Motivation nicht kennen und somit kein Ziel haben, auf das sie hinarbeiten können.

  2. Ihr Dopamin-System nur auf kurzfristige Belohnung und Dopaminausschüttung programmiert ist (v.a. durch Social Media und Handy).

  3. Keine Referenz für wirklich gute Disziplin haben (meistens durch ein schlechtes Umfeld).

  4. Keine starke Willenskraft haben.

 

Ich will dich nicht mit mehr Problemen und ungelösten Fragen zurücklassen, also sind hier die Lösungen:

 

  1. Finde deine tiefliegende Motivation

  2. Mach einen Dopamin Detox, übernimm Selbstverantwortung, befasse dich mit Dopamin und dessen Wirkung.

  3. Baue ein besseres Umfeld auf und such dir neue & bessere Idole, Vorbilder und Mentoren.

  4. Verbessere deine Willenskraft durch (Kraft-)Sport, mentale Herausforderungen und Selbstvertrauen.

Deshalb ist Disziplin so wichtig

Was du eigentlich suchst ist nicht Motivation, sondern Disziplin - Disziplin ist wie einen Marathon zu laufen, während Motivation nur ein kurzer Sprint ist. Intensiver aber auch schneller wieder zu Ende.

 

Wenn du große Ziele erreichen willst, ist es unausweichlich, dass du deine Disziplin verbesserst und daran arbeitest. Hier sind meine besten Tipps, um deine Disziplin zu verbessern (so wurde ich von jemanden, der nie etwas fertig gemacht hat, zu jemanden, der so lange arbeitet, bis es fertig ist):

 

  1. Ins Fitnessstudio gehen -> Mit Abstand das beste, was du für dich, deine Disziplin, deine Stimmung, deine Gesundheit und deinen Energiehaushalt machen kannst.

  2. Täglich 5min meditieren -> Hilft dir dabei, deinen Fokus zu verbessern, ruhiger & durchdachter zu werden und eine objektivere Sicht auf dein Leben zu haben.

  3. Realistische Zielsetzung -> Setze dir zuerst Ziele, die du schnell erreichen kannst. Steigere danach Schritt-für-Schritt die Schwierigkeit und Dauer deiner Ziele. So baust du am effektivsten positives Momentum auf.

  4. Struktur und Routinen -> Warum das so wichtig ist, kannst du hier nachlesen.

  5. Dopamin Reset -> Eliminiere jegliche Form von sofortigem Dopamin. Dieses kommt z.B. durch TikTok, Social Media, Netflix, P*rnos, Drogen, Alkohol. Dadurch wird jede Form von verzögertem Dopamin unattraktiv für dein Gehirn. Hierzu ein Artikel von Andrew Huberman.

 

Wenn du alle diese 5 Schritte umsetzt, wirst du alle anderen Menschen abhängen und eine unglaubliche Disziplin aufbauen. Ich hätte mir früher niemals erträumen können, so diszipliniert wie heute zu sein - und das habe ich alles diesen 5 Schritten zu verdanken.

 

Wenn ich es geschafft habe, kannst du es auch schaffen - glaub mir!

Zusammenfassung

Erfolg basiert nicht auf kurzfristiger Motivation, sondern auf tiefer Motivation und klaren Werten. Nur wenn dein „Warum“ stark genug ist, kannst du Disziplin aufbauen.

 

Motivation bringt dich ins Handeln, verschwindet aber schnell. Disziplin sorgt dafür, dass du auch ohne Lust weitermachst und deine Ziele wirklich erreichst.

 

Wer seine Werte kennt, Ziele danach ausrichtet und Disziplin trainiert, baut automatisch Momentum auf und kommt Schritt für Schritt weiter.

 

Das Zusammenspiel aus innerem Antrieb, klarer Ausrichtung und konsequentem Handeln ist der Schlüssel, um langfristig erfolgreich zu werden – egal in welchem Bereich.

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